| New York Times bald Non-Profit? |
Print-Gigant bald gratis?
Gerade las ich einen etwas eigenartigen Artikel auf orf.at indem es über eine gerade entflammte Depatte um die großen US-amerikanischen Zeitungen wie NY Times oder Washington Post ging. Diskussionsgrundlage was die These, dass Qualitätszeitungen, wie die oben genannten, nur überleben könnten, wenn sie Non-Profit Organisationen werden und von staatlichen Subventionen leben würden.

Streit um Milliarden
Ausgangspunkt für die Debatte war ein Leserbrief von David Swensen und Michael Schmidt, zwei Finanzanalysten der Yale Universität. Bei diesem Leserbrief bezogen sie sich auf Thomas Jefferson, der behauptete, dass er lieber in einem Land ohne Regierung aber mit einer Zeitung leben würde, als in einem Land mit Regierung und ohne Zeitung.
"Wenn Jefferson recht hatte, dass ein wohl informiertes Bürgertum die Grundlage unserer Demokratie ist, dann müssen Zeitungen gerettet werden", so Swensen und Schmidt.
Die beiden Analysten berechneten auch gleich noch den nötigen Betrag, um die Zeitung Non-Profit zu halten. Sie sprachen bei der NY Times von 5 Milliarden Dollar! Ihrer Meinung wichtiges Geld um eine funktionierende Demokratie zu halten, denn nur informierte Bürger sind auch der Demokratie gewillt gegenüber.
Kann das funktionieren?
Also ich mag das Ganze ja mal bezweifeln, dass kann einfach nicht funktionieren! Dem Staat einfach so mal 5 Milliarden aus der Tasche zu ziehen wirds wahrscheinlich nicht sein. Würde dann nicht auch die Qualität des Blattes sinken? Ein staatlich finanziertes Blatt wird wohl kaum kritisch dem eigenen Investor gegenüberstehen können, daher wird die Berichterstattung wohl einseitig werden.
Weiters ist die Gier des Menschen ein großes Problem. Sobald sich die Wirtschaftskrise verzogen hat, wird sich der Werbemarkt auch wieder erholen und die Zeitungen werden wieder richtig Kohle verdienen können. Dann wird der Staat nicht mehr gebraucht, das Geld aber nicht zurückgezahlt. Fett Geld einstreifen, aber nichts dafür tun, ist ja jetzt mit den Banken auch so!
Im Endeffekt werden wieder nur die Manager von dem Ganzen profitieren. Die werden sich Provisionen und Bonuszahlungen gegenseiteig Auszahlen und das ganze geförderte Staatsbudget so richtig auf den Kopf stellen.
Was denkt ihr, kann sowas funktionieren? Würde das auch bei uns mit Bild.de und Konsorten funktionieren?
geschrieben von
Michael Goldbeck
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